MAPHEUS-AG im Weltall
Die MAPHEUS AG: Marley S., Fred G., Olaf Scheel, Veit B., Lamia K., Matti G., nicht im Bild: Tom P., Max E.

MAPHEUS-AG im Weltall

Unsere MAPHEUS-AG hebt ab

Am 1. Oktober 2026 war es so weit: Die Forschungsrakete MAPHEUS-17 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) startete vom Esrange Space Center in Nordschweden. Für die MAPHEUS-AG des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums war dieser Tag der Höhepunkt einer intensiven Projektarbeit. Aus einer eigenen Forschungsidee war ein Experiment für eine echte Raumfahrtmission geworden.

Die AG entstand im Schuljahr 2025/26 mit Schülerinnen und Schülern der EF und Q1. Mit ihrer Projektskizze überzeugte das DLR und erhielt die Gelegenheit, sich mit einem eigenen Cube-Experiment MAPHEUS-Programm zu beteiligen.

Im Mittelpunkt des Experiments stand eine besondere Flüssigkeit: Ferrofluid. Es enthält winzige magnetische Teilchen und reagiert deshalb auf Magnetfelder. Auf der Erde können dabei auffällige, stachelartige Formen entstehen. Die Forschungsfrage der AG lautete: Wie verändert sich dieses Verhalten, wenn der Einfluss der Schwerkraft nahezu wegfällt? Die Beobachtungen während des Raketenflugs werden mit Versuchen am Boden zu vergleichen.

Bis zum Start war viel Entwicklungsarbeit nötig. Die Projektarbeit beinhaltete verworfene Entwürfe, selbst konstruierte Bauteile für den 3D-Druck sowie die Arbeit an Elektronik und Versuchsaufbau. Aus Skizzen wurden Bauteile, die zusammen einen kompakten Aufbau von 10x10x10 cm ergeben mussten. 

MAPHEUS-17 erreichte schließlich eine Höhe von knapp 300 Kilometern und bot den mitgeführten Experimenten rund sieben Minuten nahezu Schwerelosigkeit.

Kurzvideo: Start von MAPHEUS-17 am 1. Oktober 2026. Quelle: SSC Space

Das Cube-Experiment beim Fitting.